Novalis- und Blütenstaub-Preis


Neoromantik. Tautologiepoetik. Nicht-Landschaften.

Neue Perspektiven der Romantikforschung anlässlich der Verleihung des Novalis-Preises


Am 3. Mai 2025 wurde in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena der Novalis-Preis 2025 verliehen. Der Preis wird von der Internationalen Novalis-Gesellschaft und der Forschungsstelle Europäische Romantik der Universität für herausragende Forschungen zur Romantik und ihren Wirkungen (Dissertationen, Habilitationen) in zweijährigem Turnus ausgelobt.


Am 2. Mai, dem Geburtstag von Friedrich von Hardenberg, hatten die Veranstalter zu einem wissenschaftlichen Kolloquium eingeladen, das sich der Frage nach den „Politiken der Romantik“ widmete.


Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr Raphael Stübe für seine Dissertation mit dem Titel „Neoromantik der Jahrhundertwende. Transformationen eines romantischen Erzählmodells um 1900“. Raphael Stübe widmet sich in seiner Arbeit dem literarhistorischen Phänomen der Neuromantik und deren Motiven und Wirkungen, wobei er zum einen diskurstheoretisch nach der Virulenz des Begriffs ‚Neuromantik‘ im medialen Diskurs und auf dem literarischen Markt der Zeit um 1900 fragt und andererseits die Schreibstrategien einzelner Autoren und Autorinnen exemplarisch untersucht, um modelltheoretisch zu beschreiben, was genau sich in neoromantischen Texten im Vergleich zur Romantik um 1800 verändert hat. Ein gewagtes Unternehmen insofern, als schon der Begriff ‚Neuromantik‘ in seiner Zeit nicht mehr kanonisch gebraucht wurde, sondern als einer unter vielfältigen Ismen, literarischen Moden und Lebensreformbewegungen, die eine Moderne propagierten, die sich keineswegs in allen Aspekten als modern erwies. Um so bemerkenswerter, dass es Raphael Stübe in seiner Arbeit gelingt, den Blick nicht nur fokussiert zu schärfen, sondern im Vergleich mit der historischen Romantik um 1800 gerade auch für die problematisch vereinfachenden Tendenzen der Romantik-Rezeption um 1900 zu öffnen.


In seinem Kolloquiums-Vortrag konnte er anhand von Gedichten von Richard Dehmel, eines um 1900 weithin rezipierten Schriftstellers, diese Tendenzen als Monoperspektivierungen (etwa des Begriffes „Liebe“), pluralisierte Synthesen („Erlösungen“) oder Verrätselungen (disguised symbolism) zeigen; mit anderen Worten: die kulturell-gesellschaftlichen Befindlichkeiten hinter Begriffen wie Individuum, Liebe, Natur oder eben Erlösung haben sich im Verlauf des Jahrhunderts von 1800 zu 1900 weitgehend verändert – und mit ihnen das, was man unter „Romantik“ begrifflich wie landläufig verstand und versteht.


Auch Julia Soytek und Martin Ehrler, deren Arbeiten die Jury ebenfalls in die engere Wahl gezogen hatte, betonten in ihren Vorträgen auf je eigene Weise die historische Diskursivität des Romantik-Begriffs.


Julia Soytek wendet sich in ihrer Dissertation zum Thema „Tautologiepoetik. Begründungen frühromantischer Formkunst im Grenzbereich moderner Kommunikation“ mit Foucault den Grenzen des Sprechens und der Sprache zu und nähert sich quasi von außen, nämlich aus systemtheoretischer Perspektive den Werken der (Früh-)Romantiker. In der Zeit um 1800, so konstatiert sie mit Luhmann, habe sich eine neue Art des Sprechens, eine selbstbezügliche, autogenerative Kommunikation durchgesetzt, von der auch die Literatur der Frühromantik in ihrer Formqualität geprägt ist. Seinem Begriff der differentiellen Selbstreferenz setzt sie den Begriff der tautologischen Selbstreferenz (Abbruch, Leerlauf, Verstummen) sozusagen als Kehrseite der Autonomisierung, an die Seite. Die Frühromantiker, so ihre These, hätten in ihren Texten mit der Möglichkeit dieser unterschiedslosen Selbstreferenz „gerechnet“ und Schreibstrategien zu deren Abwehr entwickelt und damit ein neues Formparadigma geschaffen, „das Differenz und Kontingenz in neuartiger Weise zum konzeptuellen Primat macht“; mit anderen Worten: ein Schreiben, das sich selbst als Formbildungsprozess (in der Spannung zwischen Formgewinnung und Formabbau) beobachtbar macht − eine frühromantische „Tautologiepoetik“, so Julia Soytek. Sie fundiert ihre These in der Diskussion von Hegels Romantik-Kritik und anhand formtheoretischer Romantiklektüren in der Folge Benjamins und Luhmanns, um uns schließlich zu tautologiepoetischen Lektüren von Tiecks Blondem Eckbert, Friedrich Schlegels Essay Über die Unverständlichkeit und von Brentano-Gedichten zu führen, wobei auffällt, dass tautologiepoetische Befunde stets in Kontexten prekärer „Sozialität“ auftreten.


Während der Begriff „Sozialität“ in ihrer Arbeit weitgehend unbestimmt bleibt, machte Julia Soytek in ihrem Kolloquiums-Beitrag deutlich, dass es ihr bei ihren formtheoretischen Erwägungen vor allem um Denkmöglichkeiten von Pluralität, verstanden als Denkmöglichkeiten von demokratisch verfassten Gemeinwesen, geht, die von der Generation um 1800 (unmittelbar nach den Umbrüchen der Französischen Revolution) allenfalls rudimentär wahrgenommen werden konnten, uns heute indes um so mehr interessieren.


Auch in Martin Ehrlers Arbeit zum Thema „Nicht-Landschaften. Zur Rezeption der Romantik bei Wolfgang Hilbig und Wolfgang Mattheuer“ geht es um Politiken der Romantik. Ausgehend von einer Foto-Montage von Joachim Jansong „Leipziger Landschaft mit Selbstportrait“ (1982) fokussiert er anhand des romantischen Modells idealer Landschaft auf das Verhältnis von Mensch – Natur, um mit Marc Augé einen topologischen Bezugsrahmen zu entwickeln. Während dessen „Nicht-Orte“ („non-lieux“) die negierende Bewegung des Transitorischen meinen, erhält der Begriff der „Nicht-Landschaft“ bei Martin Ehrler eine politisch existentielle Dimension. Er kann zeigen, dass sowohl Hilbig wie Mattheuer, beide Romantikleser und -kenner, das romantische Form- und Motiv-Arsenal gezielt gegen die offizielle Kunstdoktrin ästhetisch einsetzten, wenngleich mit anderen Konsequenzen. Während Mattheuer in seiner Bildsprache, die Ideal und Realitäten konfrontativ einsetzt, sozialistische Surrealismen erzeugt, überlagern sich Kunst und Leben bei Hilbig. In den verwilderten Landschaften seiner Texte scheinen sich sämtliche Semantisierungen wie in einem negierenden Sog in ihren Grund zurückzunehmen.


Ein romantisches Thema − und zugleich ein eminent politisches. An allen drei Beiträgen des Kolloquiums wurde deutlich, dass sich mit romantischem Arsenal trefflich nachdenken lässt, dass aber über „Romantik“ reden, immer auch heißen sollte, die politisch-historisch-anthropologischen oft schillernden Semantiken von Begriff und Phänomen genau in den Blick zu nehmen.


Wie breit das Spektrum dessen ist, was in und außerhalb der Wissenschaften unter Romantik verstanden werden kann, zeigte Sandra Kerschbaumer in ihrem Impulsreferat. Lang ist die Liste der Vorwürfe gegen die Romantik (Träumertum, Utopimus, Subjektivismus, Irrationalismus, Profaschismus) und die Liste ihrer antikapitalistischen, liberalen und libertären Indienstnahmen bis heute. Ein Blick auf die Rezeptionsgeschichte der Romantik von Hegel und Lukács einerseits bis Kropotkin und Rorty andererseits zeigt, dass wir es stets mit Vereinfachungen und Funktionalisierungen zu tun haben, von denen auch die wissenschaftlichen Diskurse nicht immer frei waren. Kerschbaumer mahnte daher einen verantwortlichen wissenschaftlichen Umgang mit den historischen Befunden an und fragte, mit Blick auf die Gegenwart, wer heute auf Konzepte und Ideen von Novalis, Schlegel, Adam Müller oder Caspar David Friedrich zurückgreife. Mit Blick auf den neurechten Vordenker Götz Kubitschek, der mit Novalis‘ „Christenheit oder Europa“ eine Konsensbildung jenseits demokratischer Mehrheitsentscheidungen propagiert (Sezession, April 2022), oder den Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke, der sein Rechts- und Verfassungsordnung abwertendes Politikverständnis auf eine „romantische Tiefenhellsichtigkeit der Deutschen“ (Nie zweimal in denselben Fluss, 2018) bezieht, müsse immer wieder gefragt werden, inwieweit solche Bezüge sich einem Kernbestand vermeintlich „romantischer Traditionen“ verdanken, oder ob es sich dabei nicht vielmehr um politisch motivierte Symbolpolitiken handelt, die durch präzise ideengeschichtliche Kontextualisierung (wie dies Matthias Löwe und Tilman Reitz getan haben) zu widerlegen sind.


Die Diskussion des Nachmittags zeigte, wie vielschichtig die Problematik sich im Fächerkanon der Wissenschaften, aber auch in europäischer Perspektive darstellt. Nicht zuletzt deshalb wäre es wünschenswert, wenn Forschungseinrichtungen und Gedenkstätten und Museen als Wissensvermittler in die breitere Öffentlichkeit noch enger zusammenarbeiten würden. Wie erfolgversprechend das sein kann, bewies auch die Festrednerin Anne Bohnenkamp-Renken am Konzept des Frankfurter Romantik-Museums. Die Forschungsstelle Europäische Romantik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Internationale Novalis-Gesellschaft Oberwiederstedt, das erwies sich auch in diesem Jahr, tragen mit dem Novalis-Preis wesentlich dazu bei.


Hanna Delf von Wolzogen

04.06.2025


Ausschreibung des Novalis- und des Blütenstaubpreises 2027


Auslobung des Novalis- und des Blütenstaub-Preises 2027

 

Die Internationale Novalis-Gesellschaft und die Friedrich-Schiller-Universität Jena (Jenaer Zentrum für Romantikforschung) loben
            den
Novalis-Preis 2027 für innovative Forschungen (Dissertationen und
            Habilitationen) zum Themenfeld der europäischen Romantik
            und den
Blütenstaub-Preis 2027 zur Förderung kreativer Auseinandersetzungen mit
            der europäischen Romantik  durch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und
            Studierende
aus.


Zum Novalis-Preis

Mit dem Novalis-Preis werden innovative und impulsgebende Forschungen zur europäischen Romantik ausgezeichnet, die auf ihren Gebieten (der Künste, der Wissenschaften, der Philosophie, der Religion und der Gesellschaft) Neuland betreten. Prämiert werden Arbeiten, die ein neues Verständnis von historischen wie systematischen Zusammenhängen oder von intermedialen Wechselwirkungen ermöglichen. Gewürdigt werden Forschungsarbeiten, die, methodisch reflektiert, interdisziplinäre Tendenzen exemplifizieren, wie sie im Werk des Namensgebers des Preises zu finden sind, oder methodische und theoretische Grundfragen der Romantik-Forschung an ausgewählten Gegenständen diskutieren. Ausgezeichnet werden können ebenfalls konzeptionell gestützte Übersetzungen zentraler Texte der europäischen Romantik.

Mit dem Preis sollen herausragende Beiträge des wissenschaftlichen Nachwuchses zur kritischen Rezeption und begrifflichen Bestimmung des Phänomens der europäischen Romantik anerkannt und einer breiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. 
Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird international ausgeschrieben.

 

Zum Blütenstaub-Preis

Gemeinsam mit dem Novalis-Preis wird ein Blütenstaub-Preis zur Förderung kreativer Auseinandersetzungen mit der europäischen Romantik vergeben, und zwar an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bzw. an Studierende.Ausgezeichnet werden Projekte, denen es gelingt, gegenwartsbezogene Zugänge zu romantischen Traditionen, Ideen und Konzepten zu schaffen und die Aktualität romantischer Fragestellungen zu vergegenwärtigen. Der Blütenstaub-Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro verbunden.

 

Bewerbungsmodalitäten

Vorschlagsberechtigt für den Novalis-Preis sind die Betreuer oder Gutachter der Forschungsarbeiten. Dissertationen sollen in der Regel mit „summa cum laude“ beurteilt worden sein. Eingereicht werden müssen bis zum 30. September 2026 an die unten angegebenen Adressen jeweils

1. eine kurze Begründung, dass die eingereichte Arbeit einen bedeutsamen Beitrag zur aktuellen Forschung liefert;

2. ein schriftliches Exemplar und ein PDF der vorgeschlagenen Arbeit;

3. eine Kurzzusammenfassung des Untersuchungsgangs und der Ergebnisse (Abstract von 1 bis 2 Seiten);

4. mindestens ein Gutachten zur eingereichten Arbeit sowie

5. ein wissenschaftlicher Lebenslauf  der Verfasserin/des Verfassersder eingereichten Arbeit und

6. eine Einverständniserklärung Verfasserin/des Verfassers der Forschungsarbeit.


Eine internationale Jury entscheidet auf der Grundlage eines internen Prüfungsverfahrens und des abschließenden Votums der berufenen Kommission über die Preisvergabe.

 

Für den Blütenstaub-Preis können sich Schüler:innen und Studierende direkt mit ihren Einreichungen ebenfalls bis zum 30. September 2026 bewerben. Vorschläge durch Betreuer:innen und Mentor:innen sind ausdrücklich erwünscht.
Eingereicht werden müssen an die unten angegebenen Adressen
1. ein schriftliches Exemplar und ein PDF der erstellten Arbeit 
oder eine Datei in einem gängigen Format (falls es sich um ein digital umgesetztes Projekt handelt);

2. eine schriftliche Erläuterung der oder des Einreichenden zu Anliegen und Entstehung der Einreichung (1 bis 2 Seiten);;
3. eine kurze Darlegung des bisherigen schulischen und, falls zutreffend, des bisherigen universitären Werdeganges der oder des Verfassenden;
4. falls Befürwortungen durch Betreuer:innen und/oder Mentor:innen vorliegen, sind diese ausdrücklich begleitend zur Einreichung erwünscht.

 

Eine internationale Jury entscheidet auf der Grundlage eines internen Prüfungsverfahrens und des abschließenden Votums der berufenen Kommission über die Preisvergabe.

 

Preisverleihung 

Der Novalis- und der Blütenstaubpreis 2027 werden anlässlich des 254. Geburtstages des Dichters, Juristen und Philosophen Friedrich von Hardenberg „Novalis“ (1772-1801) Anfang Mai 2027 in Schloss Oberwiederstedt vergeben.

 

Schirmherrschaften

Die Ministerpräsidenten der Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen sind Schirmherren des Novalis-Preises. 
Der Blütenstaub-Preis wird unter der Schirmherrschaft des Altpräsidenten der Internationalen Novalis-Gesellschaft Prof. Dr. Dennis Mahoney (University of Vermont) sowie des Präsidenten der Universität Jena Prof. Dr. Andreas Marx und des Gründers der Stiftung „Wege wagen mit Novalis“ Dr. med. Arved Grieshaber verliehen.

 

Ansprechpartner und Kontakt:

 
Internationale Novalis-Gesellschaft e.V.

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken

Große Steinstraße 72

Postfach 110215

06108 Halle (Saale)

Germany

Tel. +49 69 13880-243

E-Mail: abohnenkamp@freies-deutsches-hochstift.de

 

Zentrum für Romantikforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  Dr. Helmut Hühn
Frommannsches Anwesen 
Fürstengraben 18
07743 Jena
Germany
Tel. +49 3641 9-401071
E-Mail:
romantikforschung@uni-jena.de



Announcement of the Novalis Prize 2027


The International Novalis Society and the Friedrich-Schiller-University Jena (Jena Center 

for Romanticism Research) announce the Novalis Prize 2027 for innovative research on 

themes relating to European Romanticism (in PhD or post-doctoral projects equivalent to 

the “Habilitation”).


The Novalis Prize recognizes innovative and stimulating research in the field of European 

Romanticism that enters new territory in the areas covered (the arts, the sciences, 

philosophy, religion, and society). Prizes are awarded for projects that make possible a 

new understanding of historical and systematic connections or of interactions between 

diverse media. Research is recognized that exemplifies interdisciplinary tendencies in the 

work of the writer after whom the prize is named or that discusses fundamental 

methodological and theoretical questions of scholarship on Romanticism as applied to 

selected subjects. Additional pathways to recognition are conceptually based translations 

of central texts of European Romanticism. 


The intent of this prize is to recognize and make known to a broader scholarly public the 

outstanding contributions of younger academics dealing with the critical reception and 

better conceptualization of the phenomenon of European Romanticism.


The prize amounts to 2,500 Euros and is open to international competition.


Application Procedure

Persons eligible for making nominations for the Novalis Prize are the supervisors or 

assessors of the research projects. As a rule, PhD dissertations should have been awarded 

a "summa cum laude" or the equivalent. 


The following documents must be submitted by September 30, 2026 to one of the two 

addresses given below:

1. a short statement certifying that the work submitted represents a significant 

contribution to current scholarship;

2. a hard copy (book or page proofs thereof) and a PDF of the work in question;

3. a short summary of the process and findings of the investigation (as an Abstract of 1-2 

pages);

4. at least one review of the submitted work as well as

5. a scholarly CV of the author of the submitted work and

6. a statement of consent by the writer of the research work in question.

An international jury decides on the awarding of the prize based on an internal 

examination procedure and the final vote of the appointed commission.


Award Ceremony

The Novalis Prize 2027 will be awarded on the occasion of the 255th birthday of the 

poet, lawyer, and philosopher Friedrich von Hardenberg "Novalis" (1772-1801) in early 

May 2027 at Oberwiederstedt Castle.


Patronage

The Prime Ministers of the Federal States of Sachsen-Anhalt and Thuringia are patrons of 

the Novalis Prize.


Contact Persons and Contact:

Internationale Novalis-Gesellschaft e. V.

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken

Große Steinstraße 72

Postfach 110215

06108 Halle (Saale)

Germany

Tel.: +49 (0)69 13880-243

E-Mail; abohnenkamp@freies-deutsches-hochstift.de


Zentrum für Romantikforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Dr. Helmut Hühn

Frommannsches Anwesen

Fürstengraben 18

D-07743 Jena

Germany

Tel.: +49 (0)3641 / 9-401071

E-Mail; romantikforschung@uni-jena.de



Verleihung des Novalis-Preises 2025

an Dr. Raphael Stübe

für seine Arbeit

Neoromantik der Jahrhundertwende. Transformationen eines romantischen Erzählmodells um 1900.

 


Am 3. Mai 2025 konnte Herr Dr. Stübe den Novalis-Preis 2025 in Empfang nehmen.

Die Internationale Novalis-Gesellschaft e.V. und die Forschungsstelle für Europäische Romantik der Universität Jena gratulieren – unterstützt durch die Grußworte zur Preisverleihung der beiden Schirmherren des Preises, den Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen Mario Voigt und den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff – Herrn Dr. Stübe zu seiner herausragenden Arbeit zur Romantik-Forschung und wünschen ihm viel Erfolg in seiner weiteren wissenschaftlichen Laufbahn.

 

Die Urkunde wurde Herrn Dr. Stübe durch die Vizepräsidentin der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Bärbel Kracke, und die Präsidentin der Internationalen Novalis-Gesellschaft, Prof. Dr. Karin Richter, überreicht.



Über den wissenschaftlichen Werdegang von Herrn Dr. Stübe sowie seine mit dem Novalis-Preis ausgezeichnete Arbeit können Sie sich in einem Interview näher informieren, das Herr Dr. Helmut Hühn, gemeinsam mit Prof. Dr. Johannes Grave, Leiter der Forschungsstelle Europäische Romantik und Leiter von Schillers Gartenhaus sowie des Goethe-Laboratoriums der Universität Jena, mit dem diesjährigen Preisträger geführt hat.






Die Romantik und die Wissenschaften - das ist ein facettenreiches und 
faszinierendes Thema. Es ergibt sich aus der besonderen Wechselbeziehung
 zwischen der Poesie und den Wissenschaften, die für die deutsche Literatur
 im ausgehenden 18. Jahrhundert charakteristisch ist
.
 

Herbert Uerlings: Novalis und die Wissenschaften
in: H. Uerlings (Hrg.): Novalis und die Wissenschaften 
Vorträge der 1. Fachtagung der Internationalen 
Novalis-Gesellschaft (1994), Tübingen 1997 , S. 1.

 


 

Novalis-Preis
für innovative und impulsgebende Forschungen
zur europäischen Romantik

   

Ausgelobt durch
                        - die Internationale Novalis-Gesellschaft e.V.,
                        - die Stiftung „Wege wagen mit Novalis“ (Forschungsstätte für Frühromantik)
                        - und die Friedrich-Schiller Universität Jena, Forschungsstelle für europäische Romantik,


wendet sich die Einladung zur Bewerbung um den Novalis-Preis an junge Wissenschaftlerinnen 
und Wissenschaftler aus aller Welt, die insbesondere im Bereich der Literaturwissenschaft, der Philosophie, der Künste und ihrer Geschichte, der Wissenschaftsgeschichte, der Religionswissenschaften oder der Gesellschaftswissenschaften arbeiten, und in ihrem Gebiet herausragende Arbeiten zur europäischen Romantik verfasst haben.


Mit dem Preis sollen Forschungsarbeiten ausgezeichnet werden, die grundlegende und innovative theoretische oder methodische Fragen zur Romantik-Forschung untersuchen.


Zur Bewerbung um den Novalis-Preis sind Qualifikationsarbeiten zur genannten Thematik (Dissertationen oder Habilitationen) sind ebenso wie herausragende Masterarbeiten und Buchpublikationen dieser thematischen Ausrichtung zugelassen.


Der Novalis-Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird international ausgeschrieben.

Die Preisverleihung findet in der Regel im 2-Jahres-Rhythmus statt.

Eine gemeinsame, international besetzte Auswahlkommission der beteiligten Institutionen wählt die Preisträgerinnen und Preisträger  aus.

 

Nächste Preisvergabe: 2027

Ausschreibungsfrist zur Einreichung von Vorschlägen: 31. Juli 2026

Einreichung formloser Vorschläge an folgende Adresse: kontakt@internationale-novalis-gesellschaft.de


Verlinkung zur
Seite des Novalis-Preises auf der Homepage der FSU Jena
 
Verlinkung zur
Geschichte des Novalis-Preises auf der Homepage der FSU Jena


Geschichte des Novalis-Preises

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Blütenstaub-Preis



Die Internationale Novalis-Gesellschaft, 
die Stiftung „Wege wagen mit Novalis“ (Forschungsstätte für Frühromantik)
und die Friedrich-Schiller Universität Jena, Forschungsstelle für europäische Romantik
zeichnen mit diesem Preis


            kreative Projekte von Schülerinnen und Schülern aller Schulformen
            sowie von Studierenden


aus, denen es gelingt, gegenwartsbezogene Zugänge zu romantischen Traditionen (d.h. den Ideen und Konzepten der Romantik) zu schaffen und die Aktualität der romantischen Fragestellungen in unterschiedlichen Medien zu vergegenwärtigen.
 
Der Blütenstaub-Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro verbunden und wird deutschlandweit ausgeschrieben. Die Verleihung erfolgt in der Regel alle 2 Jahre. 
Eine gemeinsame Auswahlkommission der beteiligten Institutionen wählt die Preisträgerinnen und Preisträger aus.


Die Preisverleihung erfolgt unter der Schirmherrschaft des Altpräsidenten der ING Prof. Dr. Dennis Mahoney sowie des Präsidenten der Universität Jena und des Stifters der Stiftung „Wege wagen mit Novalis“. Die Übergabe des Preises erfolgt in Verbindung mit der Verleihung des Novalis-Preises.

 

Nächste Preisvergabe: 2027

Ausschreibungsfrist zur Einreichung von Vorschlägen: 31. Juli 2026

Einreichung formloser Vorschläge an folgende Adresse: kontakt@internationale-novalis-gesellschaft.de



Geschichte des Blütenstaub-Preises



International Novalis Society and Friedrich-Schiller-University Jena are pleased to announce the following awards:

  • the Novalis Prize for innovative research on topics relating to European Romanticism by PhD or post-doctoral projects equivalent to the “Habilitation” and
  • the Blütenstaub Prize for projects on Romanticism by students.

The Novalis Prize of €2,500 is open to international competition; the Blütenstaub Prize of €500 is open to students in the Federal Republic of Germany, with the possibility of a Blütenstaub Prize on both the secondary and university levels.

An international jury comprising members of both participating institutions will jointly select the winners.



next award ceremony: 2027

call deadline for submission of proposals:  31 July 2026

Submit informal proposals to the following address: kontakt@internationale-novalis-gesellschaft.de